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Montag, 15. Mai 2017

Einmal Paradies bitte

Nach einer alles anderen als komfortablen Nacht in Whistler (das Bett gab jeder Bewegung mit einem leicht nervigen Geräusch eine passende Untermalung) ging es am Samstag auf unsere nächste längere Etappe nach Clearwater. Eine knapp 450 km lange Strecke vorbei an malerischen Seen und Tälern ... so die Theorie. TomTom Marie der Navigator vom Dienst ;), wählte allerdings unbewusst eine Strecke die uns zwischenzeitlich über Stock und Stein, sowie eigentlich unbefahrbare Straßen mit Eis und 18% Gefälle bei einer Spurbreite von ca 2m führte ... aber wofür hat man den einen Allradwagen?!


Nachdem Marie tausend Tode auf diesem kleinen Abschnitt (ca. 10km) gestorben ist, sind wir letztlich wieder auf die oben genannte malerische Strecke gelangt und konnten uns an der Natur kaum satt sehen. Und wir haben endlich unseren ersten Schnee gesehen. Als Belohnung ging es noch in ein klassisches Diner in einer 100 Seelen Gemeinde irgendwo im nirgendwo. Gutes Essen, allerdings etwas verplante Leute, weshalb unser Aufenthalt in diesem Diner statt geplanter 30 min schließlich fast 2 Stunden dauerte.



Gut gestärkt ging es auf unsere letzte Wanderung an diesem Tag, wo uns am Waldesrand auch gleich ein Reh begrüßte. Ziel der Wanderung waren die Helmcken Falls, mit 141m die vierthöchsten in Kanada. Benannt nach einem deutschstämmigen Arzt.



Am Abend residierten wir diesmal in einem klassischen Motel direkt am Highway, mit solch
Annehmlichkeiten wie Whirlpool und beheizten Pool.


Samstag morgen hieß es dann, ab in den Osten, also nach Alberta und tschüssi British Columbia. Neben einer veränderten Zeitzone, erwartete uns auf dem Weg in den Jasper National Park jegliches Wetterphänomen, welches man erwarten kann. Von strahlend blauem Himmel, bis zu Hagel, Schnee und Sichtverhältnissen unter 5m hatten wir gefühlt alles dabei.






Aber diese Anstrengungen wurden zeitnah durch erste Tiersichtungen und eine fantastische Landschaft aus dem Weg geräumt.





















Der Jasper National Park ist der größte Park Kanadas in den Rocky Mountains und einfach unbeschreiblich. Ich könnte hier noch weiter rumphilosophieren, aber ich nutze die Zeit lieber um mir die Umgebung weiterhin anzuschauen und zu träumen.

Morgen ziehen wir in den Süden nach Banff weiter, mal schauen, was uns dort noch erwartet.

Freitag, 12. Mai 2017

Drive-In Bear

Wie im letzten Post angekündigt, haben wir uns ein wenig von der Zivilisation verabschiedet und uns mehr oder weniger der Natur gewidmet. Nach einem Auf und Ab im wahrsten Sinne des Wortes (18% Steigung), erreichten wir  am Mittwoch den kleinen Ort Ucluelet an der Westküste Vancouver Islands. Nach einem entspannten Abend auf unserer Veranda, ging es am Donnerstag bereits früh am Morgen aus den Federn, um die umliegende Tierwelt zu beobachten. Neben Unmengen von Robben und Seeadlern, liefen uns noch ein Waschbär und ein Paar Wölfe die gerade Ihre Beute erlegten über den Weg. Die Eindrücke wurden leider etwas vom Wetter getrübt, da es aus Eimern gegossen hat, aber nichts desto trotz, ein wahrhaft beeindruckendes Schauspiel.









Zum Mittag machten wir uns auf in den Regenwald. Ja richtig Regenwald! Im Pacific-Rim-Nationalpark gibt es neben der Möglichkeit direkt am bzw. im Pazifik zu wandern, auch die Möglichkeit einen der wenigen Regenwälder der Nordhalbkugel zu besuchen. Imposant.







Nach ausgiebigen Wanderungen im Nationalpark ging es zurück nach Uclulet um dort ebenfalls noch ein wenig die Flora und Fauna zu erkunden.




Am Freitag hieß es wieder Abschied nehmen und ab zur Fähre, damit wir zurück auf das Festland kommen. Der Regen des Vortags begleitete und weiterhin und die Straßen mit Ihren Steigungen bzw. dem Gefälle forderten volle Konzentration, umso größer war mein Zweifel, als nach einer Kurve auf einmal etwas großes schwarzes am Straßenrand stand ... ein Bär. Ein Schwarzbär um genauer zu sein und nicht nur einer, sondern zwei. Mama mit Kind. Also das Auto im gebührenden Abstand am Straßenrand zum stehen gebracht und die Szenerie beobachtet.





Nach der ganzen Aufregung ging es direkt zur Fähre, die uns umgehend nach Vancouver zurück brachte und wir machten uns auf den Weg nach Whistler unserem finalen Ziel für den Freitag. Nach einer entspannten Fahrt entlang des Sea to Sky Highways mit dem einen oder anderen Abstecher sind wir am Abend in Whistler gelandet und genießen nun die Aussicht.