Sonntag, 17. Februar 2019

O man Oman

Auf zu neuen Ufern und somit ab auf die arabische Halbinsel in den Oman.
Geologisch Afrika, geographisch Asien.Vollkommen verwirrt wo wir nun eigentlich hinfliegen ging es am Freitag von Tegel über Doha nach Muskat.

Wie jeder weiß, kommen aus dem Sultanat Oman die heiß begehrten Sultaninen. Sagt der Name ja quasi schon ... natürlich vollkommener Quatsch, Sultaninen sind halt Weintrauben und kommen natürlich aus Großbritannien und wurde von Amy Whinehouse erfunden ...

Apropros Wein, nach den ersten Zeilen könnte man mir erhöhten Alkoholkonsum unterstellen, was generell nicht falsch, in diesem expliziten Fall, aber nicht zutreffend ist. Wir befinden uns schließlich in einem islamisch geprägten Staat und so haben wir keine Chance auf Alkohol.

Detox für Fortgeschrittene. Klingt alles schlimmer als es tatsächlich ist. Lediglich nach unserer ersten Fahrt vom Flughafen zum Hotel hätte ich ein Schnaps gebraucht. Die Kumpels hier glauben tatsächlich alle an ein Leben nach dem Tod, was sich in ihren Qualitäten beim Fahren wiederspiegelt. Die durchschnittliche Geschwindigkeit in der Stadt liegt zwischen 80 und 100 km/h, was bei fehlenden Bürgersteigen, den einen oder anderen zu einem entspannten Spaziergang auf der Autobahn nötigt.





Muskat ist scheinbar eine dieser aufstrebenden Städte im arabischen Raum, zumindest lassen die unzähligen Baustellen und Kräne dies vermuten. Interessante Kulisse, zwischen Moscheen und Einfamilienhäusern entstehen Wolkenkratzer und Einkaufszentren. Im Hotel angekommen wurden wir von Gerüchen aus einer anderen Welt empfangen, die uns nie wieder verlassen werden. Solch eine Vielfalt an wohlriechenden Düften haben wir bisher nicht erlebt.









Da das Thermometer knappe 26 Grad anzeigte und am Himmel keine Wolke zu sehen war, hielt sich unser Drang nach Bewegung in Grenzen und nach den notwendigsten Erledigungen ließen wir den Tag am Pool unserer Dachterrasse ausklingen.



So ganz die Füße stillhalten konnte ich doch nicht und so verschlug es mich in den frühen Abendstunden noch in die Umgebung des Hotels, wo mich auch gleich der Imam der umliegenden Moschee konvertieren wollte, nachdem ich mir scheinbar zu lange und interessiert die Moschee von außen angeschaut habe. Netter Kerl, nichts passiert.










Heute Morgen stand Kultur auf dem Programm und so ging es in die Sultan Qaboos Moschee, in der wir den knapp 22 Tonnen schweren, sowie knapp 4300 qm großen handgeknüpften Gebetsteppich sehen konnten. Der Größte seiner Art.

















Mit uns verschlug es leider auch die komplette Besetzung der AIDA in die Moschee. 2000 Deutsche, vorrangig aus Sachsen, da diese aktuell Ferien haben ... naja man sagt ja so schön, Sachsen gibts überall auf der Welt.

Von der Moschee ging es in den Hafen, natürlich in Begleitung der AIDA Crew ... wir sollten künftig auch die Pläne der Kreuzfahrtgesellschaften prüfen.

Hier liegt die Yacht des Sultans, die Al Said. Mit 155m Länge die 5 Größte der Welt. Made in Germany natürlich.









1-2 kleine Abstecher in die nähere Umgebung folgten, ehe wir jetzt noch ein wenig die Annehmlichkeiten des Hotels genießen. Morgen heißt es Zelt aufstellen in der Wildnis.






Samstag, 1. September 2018

Genug ist genug

Die letzten Kilometer gen Osten bargen für uns wenig beschauliches und da der Akku auch leer war, gingen wir die letzten beiden Tage auf Neufundland auch gemächlich an, ehe wir am Donnerstag mal wieder zurück in der Zeit reisten und noch einen kleinen Zwischenstopp in Toronto einlegten, ehe es heute wieder Richtung Deutschland geht.

Das Wetter auf Neufundland nahm in den letzten Tagen, dann doch schließlich normale Ausmaße von den Temperaturen an, jedoch blies auch ein ordentlicher Westwind, weshalb jegliche Outdooraktivität quasi nicht möglich war.

Vor den erwähnten Winden, liefen wir noch 1-2 Wege in Grand Falls-Windsor und Trinity ab und dann war auch Ende im Gelände.





2763 km auf der Straße und gefühlt ebenfalls so viele Kilometer abseits gewandert, kommen wir zu dem Schluss -  nette Ecke, mehr aber auch nicht.

Irgendwie fehlte hier etwas bei der gesamten Tour, vlt. kennt ihr das Gefühl, wenn man etwas auf Bildern sieht und unglaublich begeistert ist und wenn man es dann direkt vor Ort erlebt ist man noch umso mehr begeistert von dem gesehenen.

Dieses Gefühl blieb auf Neufundland leider etwas aus, jegliche Bilder und Videos, Erzählungen die wir im Voraus gesehen oder gehört haben, entsprechen zwar der Wahrheit, mehr aber halt auch nicht.
Dennoch waren es schöne Tage, auch wenn wir dieses Mal nicht traurig sind, dass es vorbei ist.

Zum Abschluss der Reise verschlug es uns nochmal nach Toronto und nach der Ankunft am Donnerstag und einer fast 2 Stündigen Odyssee durch die Rushhour von Toronto, konnten wir unsere Unterkunft in Downtown für die nächsten 2 Tage beziehen. 

Der Sackstand der Anreise und die generelle Demotivation sorgten nicht unbedingt für Elan und Unternehmungslust, aber der Hunger trieb uns auf die Straßen - gut so, denn unsere Erinnerungen aus Toronto haben uns nicht getrübt und wir wurden nochmal vom Charm der Stadt eingefangen und genossen das rege Treiben in den örtlichen Lokalitäten.






Gestern war mal wieder Bombenwetter und so entschieden wir uns den Tag sinnvoll zu gestalten und etwas für die Bildung zu tun. Nach einem kurzen Abstecher in eines der zahlreichen Shoppingcenter  und 1-2 Sehenswürdigkeiten, sprangen wir in eine der niedlichen Straßenbahnen und fuhren zur Canadian National Exhibition.







Ein große Mischung aus Jahrmarkt, Landwirtschaftsmesse, Fressbuden und Besäufnissen. Genau unser Geschmack also ;)















Marie erklärte sich noch bereit die lokalen Geschmacksverirrungen zu probieren und so gab es neben dem obligatorischen Mac & Cheese auch noch Iced Cookie Dough - halb gefrorener Keksteig zum auf die Hand essen ... vollkommen pervers






Nach der zwangsweise herbeigeführten Diabetes, nahmen wir an einer der Bühnen platz und lauschten der Country Band "Nice Horse". Eine Gruppe von 4 Mädels, die ordentlich Rabatz auf der Bühne gemacht haben und eine Mischung aus Rock, Pop, Country zum besten gegeben haben. Netter Abschluss der Expo für uns, ehe wir am Abend nochmals durch die Straßen zogen.







Frisch gestärkt mit dem ein oder anderen Cholesterin, heißt es nun Schlüpfer einsammeln und Tasche packen, ehe in knapp 8 Stunden unser Flieger zurück in die alte Heimat geht. Au revoir wie manch ein Kanadier sagen würde.